Seguire Christo

2025
Ein Theater über das Leben der Heiligen Klara v. Assisi

Die heilige Klara von Assisi, geboren 1193 oder 1194 in einer adligen Familie, zählt zu den bedeutendsten Frauen der Kirchengeschichte und ist das weibliche Pendant des heiligen Franz von Assisi im Geist der Armut und der Nachfolge Christi. Schon in ihrer Jugend zeigte sie eine tiefe Frömmigkeit, suchte das Gebet und war für ihre Mildtätigkeit bekannt. Der junge Franziskus, der mit seiner radikalen Lebensform Aufsehen erregte, wurde für Klara zum geistlichen Vorbild. Seine Predigt über die Armut Gottes berührte sie so tief, dass sie ihr Leben grundlegend veränderte.

In der Nacht des Palmsonntags 1212 verließ Klara heimlich das elterliche Haus, um sich Franz anzuvertrauen. Er nahm sie in der Portiunkula auf, schnitt ihr die Haare ab und übergab ihr ein einfaches Gewand. Damit begann ihr neues Leben im Dienst Christi. Da ihre Familie sie gewaltsam zurückholen wollte, fand Klara Zuflucht im Benediktinerkloster San Paolo und später in San Damiano, wo sie schließlich dauerhaft blieb. Bald schlossen sich ihr weitere Frauen an, darunter ihre Schwestern Agnes und Beatrice sowie ihre Mutter Ortolana.

Klara gründete den Orden der „Armen Frauen“, später „Klarissen“ genannt. Ihr Lebensideal war die „höchste Armut“ – das Leben ohne Besitz, in Schlichtheit, Gebet und tätiger Liebe. Sie bestand hartnäckig darauf, dass ihr Orden keinerlei Eigentum besitzen durfte, weder persönlich noch gemeinschaftlich, worin sie sich selbst gegenüber kirchlichen Autoritäten durchsetzte. Papst Innozenz IV. bestätigte erst kurz vor ihrem Tod die von ihr erbetene „Privilegierung der Armut“.

Theater nachschauen?

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Klara war nicht nur Ordensgründerin, sondern auch Ratgeberin und geistliche Schwester des heiligen Franziskus. Nach dessen Tod 1226 übernahm sie in besonderer Weise sein geistliches Erbe. Als Äbtissin von San Damiano prägte sie fast vier Jahrzehnte lang ihre Gemeinschaft durch Güte, Weisheit und ein tiefes Vertrauen auf Gott. Mehrmals wird auch von Wundern berichtet, etwa davon, wie sie durch Gebet ihr Kloster vor feindlichen Angriffen bewahrte.

Am 11. August 1253 starb Klara in San Damiano. Bereits zwei Jahre später wurde sie heiliggesprochen. Ihr Orden breitete sich schnell über Europa aus.

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